Öffnungszeiten

Mo - Fr: 8:00 - 18:00 Uhr

nach Vereinbarung

Was ist eine Therapie nach Vojta?

Mit der Vojta-Therapie werden Säuglinge, Kinder, Jugendliche und Erwachsene behandelt bei denen eine Störung der motorischen Entwicklung vorliegt. Das Vojtaprinzip, auch die Reflexlokomotion nach Vojta genannt, wurde in den 50er Jahren von Dr. Václav Vojta entwickelt. Er beobachtete dass bestimmte Reize an Rumpf oder Extremitäten in bestimmten Körperlagen immer gleiche motorische Reaktionen hervorruften.

Die Steuerungsfähigkeit des Gehirns für Bewegung und Haltung lässt sich auf diese Weise beeinflussen. Wenn die Nervenbahnen blockiert sind, kann mittels Vojta-Therapie das Gehirn angeregt werden „normale/physiologische“ Bewegungsabläufe wie z.B. greifen, aufrichten und laufen ab zu rufen. Angelegte und von Geburt an vorhandene Bewegungsmuster werden aktiviert.

Wie wird die Therapie nach Vojta durchgeführt?

Die Therapie wird in genau definierten Ausgangsstellungen durchgeführt. Gezielte Reize werden an definierte Auslösezonen gesetzt. Dabei werden immer gleiche automatische, motorische Muster wie „Reflexumdrehen“ und „Reflexkriechen“ abgerufen. Es kommt zu einer intensiven, komplexen und koordinierten Aktivierung der Muskulatur. 

In Bauch-, Rücken- oder Seitenlage wird ein sanfter Druck auf bestimmte Körperzonen ausgeübt. Diese Reize führen bei Menschen jeden Alters zu der gleichen Muskelaktivität. Das Zentrale Nervensystem (ZNS) wird aktiviert, diese Muskeltätigkeit in Spontanmotorik um zu setzen. 

Im Gegensatz zu anderen Behandlungen wird durch die Vojta-Therapie keine bewusste Bewegung erzielt, weil dies oftmals mit falschen Bewegungsmustern einhergeht. Vielmehr vermittelt die therapeutische Aktivierung der Reflexlokomotion einen Zugriff über das ZNS.
Wann kann die Therapie nach Vojta eingesetzt werden?

Die Vojta-Therapie ist bei fast jeder Haltungs- und Bewegungsstörung einsetzbar:

  • Zentrale Koordinationsstörungen und Asymmetrien im Säuglingsalter
  • Mitbehandlung bei Hüftdysplasien und – -luxationen
  • Mitbehandlung bei Fehlentwicklungen der Füße
  • Bewegungsstörung als Folge von Schädigungen des ZNS, zerebrale und periphere Paresen
  • Erkrankungen der Wirbelsäule z.B. Skoliose
  • Probleme der Atmung, Schluck- und Kaufunktion
  • Probleme des Beckenbodens und der Verdauung oder des Verdauungstraktes

Welche Ausbildung hat ein Vojtatherapeut?

Physiotherapeuten absolvieren eine einjährige Ausbildung in der Vojtatherapie für Kinder oder für Erwachsene. 

Für Vojtetherapie brauchen Sie ein Rezept auf dem die Therapieform Vojta festgelegt ist. 



Mehr Informationen finden Sie unter: 
www.vojta.com